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Burgkloster

Audiotour

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01 Lange Halle (Westen)
02 Lange Halle (Osten)
03 Lange Halle (Wandschmuck)
04 Winterrefektorium

Sie befinden sich jetzt im Winterrefektorium, dem zweiten Speisesaal des Klosters. Hier nahmen die Dominikaner zwei Mal täglich ihre Mahlzeiten während der kalten Monate ein. Die Grundrisse der Klöster ähneln sich in der Regel, daher würde man an diesem Ort einen anderen Raum als den Speisesaal erwarten. Vier verschiedene Darstellungen von Gastmahlszenen auf Konsolen hier im Raum belegen jedoch, dass es sich um das Refektorium gehandelt haben muss. Die Konsolen sind die verzierten Steine etwas über Augenhöhe am unteren Ende der Kreuzgewölberippen. Im Kreuzungspunkt der Rippen, ganz oben im Gewölbe, sitzen die ebenfalls verzierten Schlusssteine.

Hier im Winterrefektorium lassen sich insgesamt sieben verschiedene Fassungen der Wand- und Gewölbemalerei nachweisen. Im ganzen Kloster wurden die Malereien immer wieder erneuert und den jeweils aktuellen Entwicklungen und Moden angepasst.

Die siebte und letzte Fassung wurde lange nach der Nutzung des Gebäudes als Kloster angebracht. Sie stammt aus der Epoche des Barock, die ihre Hochzeit im 17. Jahrhundert hatte. In dieser Zeit wurde das Winterrefektorium als Ärztebibliothek genutzt. Die großen, rötlichen sogenannten »Arkanthusranken« links neben der vermauerten Tür gehören zu dieser Fassung.

Die rötlichen Blumen in dem Bereich darüber gehören vermutlich zur zweiten Fassung der Malerei. Auch die Lilien-ähnlichen Kelche und die schwarzen Rankenstängel mit grünem Blattwerk gehören dazu. Diese Fassung entstand vermutlich im frühen 14. Jahrhundert.

Viele weitere Details zu den Darstellungen auf Konsolen und Schlusssteinen, zu den Malereifassungen und zur Restauration des Raumes finden Sie in den Blätterbüchern, die auf den Bänken am Fenster ausliegen.

05 Kreuzgang (Osten)
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